Acadia Nationalpark – Maine, New England

Blick über den Nationalpark in Maine

Acadia Nationalpark

Nationalpark in New England zum Entspannen, Wandern und Klettern. Ein Stück Natur auf einer Halbinsel, das fasziniert – sogar bei schlechtem Wetter und Nebel.

 

Hallo ihr Lieben,

Meine Heimat auf Zeit – New England in den USA – hat einiges zu bieten. Die Staaten Maine, Massachusetts und Rhode Island konnte ich schon ein wenig entdecken und möchte euch gerne meine Highlights vorstellen. Los geht es heute mit dem Acadia Nationalpark in Maine. Meiner Meinung nach ein toller Wochenendtrip für alle die gerne Wandern oder einfach mal von der Natur zum Staunen gebracht werden möchten.

Acadia ist der einzige Nationalpark im Osten und ein eher kleiner. Dennoch lohnt sich ein Besuch definitiv. Ich habe ihn im Juni besucht und war total fasziniert.

Das Wetter bei uns war leider nicht ganz auf unserer Seite, es hatte zwar 20-23 Grad, was zum Wandern optimal ist, jedoch war es direkt am Meer deutlich kälter und generell war der Nationalpark in Nebel getaucht. Vermutlich waren wir einfach noch etwas “früh” und die Saison beginnt erst im Juli. Im Indian Summer muss der Park auch der Wahnsinn sein, da die Farbenpracht einen garantiert umhauen wird.

Reisebloggerin Melooks

Park Loop Road

Die 20 Meilen lange Straße führt durch den gesamten Acadia Nationalpark und ist eine tolle Möglichkeit den Park zu entdecken und möglichst viel zu sehen. Auf dem Weg gibt es zahlreiche Aussichtspunkte, an denen man kurz halten kann, um Fotos zu machen. Zudem ist alles super beschildert und ihr werdet leicht zu den Highlights geführt, von denen ihr Wander- oder Kletter-Touren starten könnt.

Bubble Rock

Unsere erste Wanderung, die recht spontan erfolgte. Wir fuhren die Park Loop Road entlang, ein Parkplatz, viele Autos und unser erster Stopp war gefunden. Die Wanderung zum Bubble Rock und wieder zurück dauert circa eine Stunde. Hier muss man darauf gefasst sein, dass es ab und an etwas zum “klettern” gibt, das heißt man muss ein paar Felsen aufsteigen. Oben angekommen erwartet einen dann ein Ausblick auf den Jordan Pond (wenn es nicht nebelig ist) und der sogenannte Bubble Rock. Ein großer runder Fels, der dort liegt, als würde er quasi kurz vor dem Abstürzen sein. Als wir uns oben befanden ereignete sich zudem noch ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel. Der Nebel senkte sich für eine kurze Zeit und lies so die gegenüberliegende Bergspitze frei. Ein Wahnsinns Anblick, der so auf keinem Foto richtig festgehalten werden konnte.

Fels kurz vorm Abstürzen

Bubble Rock

Jordan Pond

Die Wanderung um den Jordan Pond war auch eher ein Spontanentschluss. Eigentlich wollten wir uns den See nur mal anschauen, entschieden uns dann aber zum Glück dazu, die 5km um den See zu laufen. Ein MUST-DO im Acadia. Ich habe diese Wanderung zwar nirgends auf den Top-Tipps der zahlreichen Flyer und Websites gefunden, würde sie aber definitive empfehlen. Sie ist wahnsinnig abwechslungsreich: der Weg führt größtenteils durch den Wald am Wasser entlang, mal durch normale Waldwege, mal über lange Baumstämme und ein wenig über Felsen am Wasser klettern ist auch dabei. Die Wanderung hat auf jeden Fall richtig Spaß gemacht. Bei gutem Wetter kann man von hier aus auch den Bubble Rock sehen, dieses Vergnügen hatten wir dank dichtem Nebel aber leider nicht. Zudem habt ihr auch die Möglichkeit die Bubble Rock Wanderung anzuschließen und vom Jordan Pond hinauf zu wandern.

Wanderweg Jordan Pond

Blick auf den See im Acadia Nationalpark

Rundweg Jordan Pond

Wanderung über Baumstämme

Sand Beach

Der einzige richtige Strand im Acadia Nationalpark, an dem man bei schönem Wetter baden kann und auch ein Liefeguard vor Ort ist. Aber was sage ich bei schönem Wetter, wir waren bei Nebel, rund 20 Grad und Wassertemperatur von rund 15Grad vor Ort und es sprangen tatsächlich Leute im Wasser herum und kamen mit Liegestühlen und Kühltaschen bepackt an. Wirklich etwas verrückt!

Pause mit Aussicht auf den Acadia

Thunder Hole

Wenn man vom Sand Beach weiter läuft, erreicht man nach rund 2 km das Thunder Hole. Auf dem Weg dort hin führen einige kleine Wege vor an die Klippen und ermöglichen einen tollen Blick auf die Küstenlandschaft.

Das Thunder Hole ist eine Felsformation am Wasser, das die Wellen bricht und teilweise wahnsinnig auftürmt. Da werden erste Reihe Besucher durchaus mal nass und “aaah” und “oooh” Rufe sind überall zu hören. Wirklich ein schönes Schauspiel, den Wellen hier zuzuschauen. Was mich ein wenig erschreckt hat, ist wie unbekümmert hier auf den Felsen herumgeklettert wird (abgesperrt ist hier nämlich nichts wirklich). Das sah teilweise wirklich gefährlich aus und ich hatte echt ein wenig Sorge, dass der ein oder andere abstürzt.

Thunder Hole im ruhigen Zustand

Thunder Hole mit großer Welle

Otter Cliffs

Nach circa zwei weiteren Kilometern gelangt man zu den Otter Cliffs. Hier erwartet einen ein schöner Blick aufs Meer. Nun gut, bei uns war es leider nach wie vor sehr nebelig und daher war dies leider keines meiner Highlights. Bei schönem Wetter sieht das aber vermutlich anders aus!

Ausblick auf Klippen im Acadia

Cadillac Mountain

Der Cadillac Mountain ist der größte Berg an der Ostküste und hier hat man die Möglichkeit als erster den Sonnenaufgang zu genießen und hat in der Regel einen Ausblick über den gesamten Nationalpark. Wir kamen leider nicht in den Genuss des Naturschauspieles. Als wir auf dem Berg ankamen, wehte der Nebel nur so vor sich hin und man hat gerade mal fünf Meter vor sich die nächste Person gesehen. Nicht verwunderlich, dass man trocken aus dem Auto ausgestiegen ist und mit nassen Haaren dank Nebel wieder ein. Wirklich schade, die ausgestellten Bilder dort oben haben nämlich wirklich einen sehr schönen Ausblick vermuten lassen.

Cadillac Mountain Wasserfall

Bar Harbor

Bar Harbor ist das Küstenstädtchen direkt beim Acadia. Von hier aus starten Trolleytouren durch den Park und Whale Watching Schiffsfahrten. Das Örtchen ist wirklich sehr süß und bietet Gelegenheit Lobster essen zu gehen und/ oder ein Eis zu schlemmen.

Wir hatten unsere Unterkunft allerdings etwas außerhalb, da die Preise da doch noch einmal sehr fallen. Ich persönlich würde auch bei einem weiteren längeren Besuch eines der zahlreichen kleinen süßen Cottages etwas außerhalb bevorzugen, als ein Hotel hier in den Touristädten. Unser Motel, das Acadia Sunrise, befand sich circa 7 Meilen vom Nationalpark entfernt und war damit eigentlich wirklich sehr gut gelegen. Es war sehr basic, aber für zwei Nächte zum Schlafen hat es definitiv gereicht. Man ist den gesamten Tag sowieso unterwegs und da finde ich reicht ein sauberes Zimmer mit bequemen Betten zum Schlafen. Ein Pool hatte das Motel zudem auch zur Verfügung und eine kleine Picknick Area mit Grill hinter dem Gebäude mit Blick auf den kleinen Segelflieger-Flugplatz.

Einige Dinge wären bei schönem Wetter garantiert noch eindrucksvoller für uns im Acadia Nationalpark gewesen und es hätten sich mehr Möglichkeiten ergeben für Unternehmungen. Dennoch war es ein richtig schöner Ausflug, den ich jederzeit weiter empfehlen würde! Und der Nebel hat dem ganzen Park irgendwie auch etwas mystisches verliehen und die Landschaft richtig besonders wirken lassen. Sowas sieht man schließlich auch nicht alle Tage!

Acadia Nationalpark im Nebel

2 Kommentare

  1. Wow, das sind- trotz Nebel- tolle Bilder. Dein Bericht hört sich sehr interessant an. Und man merkt beim Lesen, dass dein Ausflug dir richtig Spaß gemacht hat. Weiterhin eine gute Zeit wünscht dir
    Reni

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